Den „Ypsilanti-Stoppern droht [der] Parteiausschluss“ (spiegel.de), denn die „vier Abgeordneten hatten … der SPD-Landeschefin die Gefolgschaft verweigert“. So schlimm (?) kommt’s wohl doch nicht und die Dissidenten werden auch nicht standrechtlich erschossen: Die „Abweichler dürfen in [der] SPD-Fraktion bleiben“! (ftd.de).
Schliesslich haben wir hier kein Einparteiensystem: Andere Parteien sind dort „zwar offiziell zugelassen, haben jedoch aufgrund diskriminierender Gesetze oder offener Repression keine reale Chance auf einen bedeutenden Anteil an der Machtausübung“.
Dafür haben wir hier bild.de, die machen lustige Umfragen („Die schnellste Meinung Deutschlands“, was auch immer das bedeuten soll) wie diese:
Alternativen gibt es also nur noch im Rahmen des Vorgegebenen. Mich überkommt das Gefühl, in der DDR war nicht alles schlecht, sondern schlicht: genauso.
(Sehr empfehlenswerter Artikel zum Thema auf Telepolis: Weniger Demokratie wagen)

Verfasst von ioalpha 